Der Junggesellenabschied

Der Wandel des Jungesellenabschieds

Angeblich startete der Brauch des Jungesellenabschieds im antiken Griechenland, noch genauer bei den Spartanern. Unter den Soldaten war es üblich, dass der Bräutigam mit seinen Freunden am Abend vor der Hochzeit noch einmal anstieß. Danach tauchte dieser Brauch in Großbritannien wieder auf. Dort wurde der Bräutigam von seinen Schwiegereltern und seinen eigenen Eltern in seine künftigen Pflichten als Ehemann eingeweiht. Mittlerweile ist dieser Brauch auf der ganzen Welt verbreitet und beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die Männer, die Frauen feiern mittlerweile genauso ausgelassen.
Ursprünglich wurden bei dieser Veranstaltung die künftigen Eheleute getrennt und von den jeweiligen weiblichen beziehungsweise männlichen Freunden und Verwandten auf die baldige Hochzeit vorbereitet. Traditionell versammelten sich die Freunde des Bräutigams, um ihm ihre Glückwünsche auszusprechen. Das Brautpaar wurde neu eingekleidet und die Haare geschnitten. All diese Vorbereitungen liefen zeremonieller ab, als es heute der Fall ist.

Im 19. Jahrhundert kam in Deutschland diese Feier unter dem Namen „Polterabend“ in Mode. Damit war vor allem das Zerbrechen von Steingut und Porzellan gemeint, welches eine glückliche Ehe bewirken sollte. Dieser Brauch stammt wahrscheinlich von dem Sprichwort „Scherben bringen Glück“. Der dabei entstehende Lärm sollte zudem böse Geister und Dämonen fernhalten. Des Weiteren soll das Zerstören von etwas Altem, symbolisch für das Eingehen in das Eheleben stehen. Dieser Form des Jungesellenabschieds wurde jedoch mit Ende der 80er Jahre aufgegeben und wird nun immer mehr durch die anglo-amerikanische Variante ersetzt. In den letzten Jahren wurde der deutsche Jungesellenabschied immer mehr dem amerikanischen Modell nachempfunden. So war vor einiger Zeit dieses Ereignis noch mit dem „Vatertag“ an Himmelfahrt vergleichbar. Es wurde morgens mit einem Bollerwagen losgezogen, ohne sich groß auf eine Route festzulegen. Der Bräutigam wurde zusätzlich zur Belustigung der Zuschauer in ein Kostüm gesteckt, um ihn auf diese Weise vor dem „ernsten“ Eheleben noch einmal ein bisschen zu veralbern.

Der amerikanische Junggesellenabschied unterscheidet sich hiervon beträchtlich. Mittlerweile ist das Ganze zu einem großen Event geworden, dem eine aufwendige Planung vorangeht. So sind Kurzurlaube und Ausflüge in größere Städte ganz normal. Ziel ist es, einen möglichst erinnerungswürdigen Abend zu organisieren, der die anderer übertrumpft und an den man sich auch nach Jahren noch erinnern wird. Beliebte Gruppenaktivitäten hierbei sind beispielsweise Paintball, Tontaubenschießen Kartrennen, Bungee Jumping, Quad Biking, oder Wildwasser-Rafting. Weit verbreitet sind der Konsum großer Mengen Alkohols und das Buchen einer Stripperin, um den letzten Abend „frei vom Einfluss“ der künftigen Frau feiern zu können. In Australien ist zudem ein Pokertunier typisch für den Jungesellenabschied, sowie Demütigungen des Bräutigams.

Da dieses Event folglich eine immer größere Veranstaltung geworden ist, verschickt man mittlerweile auch richtige Einladungen, wie man sie beispielsweise bei druckstdu.de findet.

Der Junggesellenabschied ist meist ein wichtiger Punkt im Hochzeitsprogramm. Besonders lustig wird dieser Abend, welchen Braut und Bräutigam getrennt voneinander verbringen, dann, wenn Freunde den letzten Junggesellenabend vorbereiten.

Einige Ideen für den Junggesellenabschied sind:

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  • -Braut oder Bräutigam werden verkleidet oder mit Accessoires geschmückt, welche auf den Anlass der lustigen Truppe die da unterwegs ist, hindeuten. Ein gutes Beispiel ist der symbolische „Klotz am Bein“, mit welchem Sie durch die Fußgängerzone Ihrer Stadt ziehen.
  • -Häufig steht auch ein Stripper/Stripperin oder eine Tour durch die Nachtclubs auf dem Programm, welche Freunde als Überraschung organisieren können.
  • -Schmücken Sie die Braut an diesem Abend mit einem Schild „Für einen Euro blas ich Dir einen“ oder „Für einen Euro Küss´ich Dich“ (auch für Bräutigame). Interessierte erhalten hierbei je nach Variante dann einen aufgeblasenen Luftballon oder einen Negerkuss. Auch der Verkauf von Schnäpsen und Kondomen sind übliche Varianten. So kommt noch etwas Geld in die Kasse durch das die Heirat oder der Junggesellenabschied finanziert  werden kann.
  • -Ebenfalls sehr beliebt ist es, sich lustige T-Shirts drucken zu lassen, welche deutlich hervorheben, dass dieser gerade gefeiert wird.

 

Der Junggesellenabschied ist ein lustiger Punkt in der Reihe der Hochzeitsveranstaltungen, welchen Sie nicht verpassen sollten.

Vor der Hochzeit: Junggesellenabschied im Ausland feiern

Für viele junge Leute ist der Junggesellenabschied ein ganz besonderes Ereignis. Genau wie die Hochzeit findet er nur einmal im Leben statt und soll deshalb ähnlich unvergesslich werden. Daher wünscht sich mancher, dass die letzte große Party vor der Ehe möglichst außergewöhnlich ausfällt.

Ein Junggesellenabschied in der eigenen Umgebung kann diesem hohen Anspruch nur in den seltensten Fällen gerecht werden. Stattdessen lockt das Unbekannte – und das gibt es nur in der Ferne. Die größten deutschen Städte sind deshalb beliebte Ziele, allen voran München (wegen der Biergärten) und Hamburg (wegen der Reeperbahn). Aber auch Köln und natürlich Berlin warten mit vielseitigen Möglichkeiten für Aktivitäten auf.

Immer mehr Junggesellenabschiede werden sogar jenseits der Grenzen gefeiert. Der Junggesellenabschied kommt dabei einem Kurzurlaub mit den Kumpels oder – beim Junggesellinnenabschied – mit den Freundinnen gleich. Der erhöhte Planungsaufwand wird dabei durch eine Vielzahl an Erlebnissen ausgeglichen, die es häufig nur anderswo gibt.

Grenzen überschreiten: Auf dem Katamaran oder im Lamborghini

So reicht allein die Menge an Aktivitäten für den Junggesellenabschied in Prag locker für eine ganze Woche Urlaub mit den Freunden – angefangen beim Bad im Bierpool über eine Geschichtstour durch die Atombunker der Stadt bis hin zum Panzer fahren.

In den meisten anderen europäischen Großstädten ist das nicht anders, wie ein paar Beispiele zeigen sollen:
In der niederländischen Hauptstadt Amsterdam können Junggesellen zum Beispiel auf einer Rennstrecke Runden in einem echten Formel-Rennwagen oder in einem Lamborghini drehen.
Im ungarischen Budapest wird ein realistisches S.W.A.T.-Training angeboten, bei dem die Teilnehmer Einblicke in den Alltag eines Spezialeinsatzkommandos erhalten.
In Barcelona lassen sich nicht nur am Sandstrand Cocktails genießen und Partys feiern, sondern etwa auch auf einem Katamaran draußen auf dem Meer.

Junggesellenabschied im Ausland kostet nicht unbedingt mehr

Der Junggesellenabschied im Ausland muss dabei nicht zwangsläufig teurer sein als einer in Deutschland. Dank Billigfliegern und Spezialtickets der Bahn kostet etwa die Anreise häufig ähnlich viel wie etwa eine Fahrt aus Süddeutschland nach Berlin. Und manche Stadt ist aus einigen Regionen eh problemlos erreichbar – Amsterdam zum Beispiel aus Nordrhein-Westfalen und Prag aus Bayern oder Sachsen.

Auch Hotels, Verpflegung und die Aktivitäten vor Ort sind – gerade in Osteuropa – selten teurer und mitunter sogar billiger als in der Heimat. Mit 200 Euro pro Person für ein Wochenende sind Junggesellenabschied-Gruppen häufig schon dabei.

Mit der Planung nicht allzu lange zögern

Wichtig ist beim Junggesellenabschied im Ausland, dass man rechtzeitig mit der Planung beginnt. Je näher der Termin für den Junggesellenabschied an der warmen Jahreszeit und somit der Ferienzeit liegt und je touristischer das Reiseziel ist, desto entscheidender ist es, rechtzeitig auf die Suche nach einer Unterkunft zu gehen und Aktivitäten zu buchen.

Sollten die eigenen Fremdsprachenkenntnisse nicht ausreichen, lohnt es sich durchaus, auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Spezialisierte Anbieter helfen gern bei der Organisation des Junggesellenabschieds in Nah und Fern.

Geheimnis des Erfolgs: Sich dem Neuen öffnen

Ein besonderes Erlebnis wird der Junggesellenabschied im Ausland im Allgemeinen dann, wenn man sich der anderen Kultur öffnet und versucht, in das Leben einzutauchen. So ergeben sich schnell neue Bekanntschaften – ob nun zu anderen Touristen oder zu Einheimischen.

Zum Beispiel lassen sich in vielen Städten auch geführte Touren durch das Nachtleben buchen, bei denen mehrere Bars und auch Clubs angesteuert werden. Das vereinfacht es, andere Leute kennen zu lernen und stellt zugleich sicher, dass man beim Junggesellenabschied die perfekte Party feiert.

Unser Tipp für den Morgen danach

(Vorbereitungszeit bitte bedenken) :

Katerfrühstück

8 Heringe, filetiert
2 Zwiebeln,
Öl zum Braten
¼ l Weißweinessig
Mehl zum Wenden
1 Lorbeerblatt
5 Wacholderbeeren
1 TL Senfkörner
Saft einer halben Zitrone
Salz
Pfeffer

Die Heringsfilets mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Zitronensaft beträufeln und aufrollen. Mit Zahnstochern zusammenstecken und kurz in Mehl wenden. In viel heißem Öl oder in einer Friteuse kurz anbraten. Den Essig mit etwa der gleichen Menge Wasser mischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Das Lorbeerblatt, die Wacholderbeeren, die Senfkörner und die gepellten und in Scheiben geschnittenen Zwiebeln hinzu geben und die noch warmen, gebratenen Rollmöpse in die Marinade legen. Lassen Sie die Rollmöpse mindestens eine Nacht ziehen.

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