Ein Auto für die Hochzeit mieten

„Ihr könnt doch meinen alten Ford nehmen!“ So in etwa könnte eine Hollywood-Romanze beginnen, in der der Vater der Braut dem Brautpaar anbietet, mit dem Ford Orion Baujahr 1992 die Fahrt zum Altar anzutreten. Immerhin ist das Fahrzeug garagengepflegt und der Dieselmotor mit 60 PS leistet seit Jahren gute Dienste bei der Fahrt zum nahegelegenen Supermarkt. Zugegeben: Auch damit könnte die Hochzeit zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Doch dafür gibt es heutzutage in Deutschland wesentlich attraktivere Möglichkeiten.

Das Traumauto einfach mieten

Schon klar: Nicht jeder kann sich dauerhaft einen Porsche 911, einen Lamborghini Aventador oder einfach auch nur einen dicken Audi leisten. Das Gehalt reicht bei den meisten arbeitenden Menschen hierzulande schlicht und einfach nicht aus, um den hohen Anschaffungspreis und in weiterer Folge die Betriebskosten solch eines Fahrzeuges zu stemmen.

Das heißt aber noch lange nicht, dass man am schönsten Tag seines Lebens darauf verzichten sollte, mit einer Luxus-Karosse unterwegs zu sein. Denn manche Autoverleiher haben sich auf die Vermietung von hochwertigen Fahrzeugen spezialisiert, bei denen man sich auch ganz einfach einen Ford Mustang oder einen Audi R8 mieten kann.

Wie sehr belastet das Traumauto das Hochzeits-Budget?

Eines ist klar: Das Angebot des Brautvaters ist mit Sicherheit wesentlich günstiger als die Miete eines Sportwagens. Eventuell fährt er vorher sogar noch bei der Tanke vorbei und füllt noch einmal 10 Liter Diesel nach. Dann handelt es sich aber tatsächlich um ein großzügiges All-Inclusive-Paket.
Wer das Angebot des Brautvaters dennoch ausschlägt und sich stattdessen lieber einmal im Leben seinen Traum davon erfüllt, endlich einmal standesgemäß mit einem Luxuswagen unterwegs zu sein, sollte für das Hochzeits-Wochenende dafür je nach Modell rund 800 bis 1.500 Euro einplanen. In diesen Preisen ist auch eine kleine Kilometer-Pauschale enthalten. So ist es möglich, das Standesamt über einen kleinen Umweg von – sagen wir einmal 150 Kilometern – anzufahren.

Damit die Fahrt auch sicher verläuft, gibt es vor Fahrtantritt eine ausführliche Einweisung in das jeweilige Fahrzeug. Sollte trotzdem einmal etwas passieren, sorgt eine entsprechende Vollkasko-Versicherung dafür, dass für die Bezahlung des Schadens nicht alle Geldgeschenke der Hochzeitsgäste eingesetzt werden müssen. Vielleicht erklärt sich sogar der Brautvater bereit, einen Teil des Selbstbehalts zu übernehmen.

Sollte es zu kurzfristigen Zweifeln kommen, ob es sich tatsächlich um den Partner fürs Leben handelt, ist die Abbestellung des Traumautos wahrscheinlich noch das kleinste Problem. Bis zu vier Wochen vor dem Mietbeginn lässt sich die Bestellung bei den meisten Anbietern kostenfrei stornieren. Danach sollte allerdings endgültig Sicherheit herrschen: Nein, nicht was das Traumauto betrifft, sondern den Traumpartner.

Wie das Auto passend für die Hochzeit geschmückt wird, kann auf dieser Seite nachgelesen werden.

Und der Brautvater? Der darf selbstverständlich eine Runde mitfahren. Für den nächsten Einkauf wird er aber aller Voraussicht nach doch wieder lieber in seinem Ford Orion Platz nehmen. Zumindest dann, wenn das Fahrzeug nicht sein Hochzeitsgeschenk an das Brautpaar war.