Hochzeiten verschiedener Kulturen

Die Eheschließung liefert für viele Kulturen einen Anlass zum Feiern. Trotz allem gibt es sehr viele verschiedene Hochzeitsfeiern. So sind viele Hochzeiten nicht auf eine kurze Zeremonie beschränkt sondern erstreckt sich auf mehrere Tage. Zudem gibt es unterschiedliche Bräuche.
In Deutschland sind verschiedene Kulturen aufzufinden, die ihre kulturellen Hochzeitsfeiern trotzdem traditionell feiern.

Polnische Hochzeitsfeier

Vor der Hochzeit gibt es eine Verlobungsfeier im engen Kreise. An diesem Tag kriegt die zukünftige Braut ihren Verlobungsring. Am Tag vor der Hochzeit wird der Junggesellenabschied gefeiert. Die Männer treffen sich im Restaurant oder in der Kneipe, wo sie essen und trinken. Die Frauen treffen sich bei der zukünftigen Braut Zuhause. Auch die Frauen trinken und zudem beschäftigen sie sich mit Hochzeitsvorbereitungen wie Hochzeitseinladungen oder Tisch- und Menükarten zu basteln. Viele Frauen wollen diese Tradition umgehen, da das Basteln einen Tag vor der Hochzeit sehr knapp ist. Generell gibt es viele Sachen zu planen, so dass Einladungskarten oder Tischkarten online bestellt werden. Die Braut kann trotzdem kreativ sein und ihre Karten individuell auf karten-paradies.de zusammenstellen. So kann der Junggesellinnenabschied ganz unter dem Motto „letzter Tag in Freiheit“ genossen werden.
Polnische Hochzeiten dauern im Schnitt ein ganzes Wochenende. Standesamtliche und kirchliche Feier wird an einem Tag vollzogen. Vor der Trauung holt der Bräutigam mit seinen Eltern die Braut und ihre Familie ab. Nach der Trauungszeremonie findet die Hochzeitsfeier in einem Saal eines Restaurants, Hotels oder Ähnlichem statt. Sehr traditionell ist der Schleierwurf der Braut an die Jungesellinnen und Kratte bzw. Fliegenwurf an die Junggesellen. Gefeiert wird bis in die späten Stunden und trotzdem wird am nächsten Tag noch eine „Afterparty“ gefeiert.

Russische Hochzeit

Der Junggesellenabschied findet bereits ein bis zwei Wochen vor der Hochzeitsfeier statt. Der Hochzeitstag startet mit dem Brautkauf. Um zur Braut zu gelangen, muss der Bräutigam einige Aufgaben bewältigen. Danach kann das Paar mit Angehörigen zum Standesamt. Nach dem Standesamt folgt die kirchliche Feier.
Im Anschluss findet die eigentliche Hochzeitsfeier in einem Saal statt. Dort wird die Feier von einem Tamada geführt. Das Festessen wird mit einer Hochzeitssuppe gestartet. Während der ganzen Feier wird das Ehepaar immer wieder dazu aufgerufen sich zu küssen. Es finden den ganzen Abend viele Spiele statt. Unter anderem wird versucht den Schuh der Braut zu klauen. Dieser muss anschließend zurück gekauft werden in Form von Spenden der Gäste. Um Mitternacht wirft die Braut den Brautstrauß an Jungesellinnen.

Türkische Hochzeit

Nachdem der Mann seiner Geliebten einen Heiratsantrag gemacht hat, werden die Eltern des Bräutigams zum Kaffee und Tee ins Haus der Eltern der Braut eingeladen, wo der Bräutigam beim Vater der Braut um die Hand anhält. Danach gibt es eine große offizielle Verlobungsfeier, die von den Brauteltern gezahlt wird. Einen Tag vor der Hochzeit feiert die zukünftige Braut mit ihren weiblichen Gästen und kriegt Hennaverzierungen an Hand und Füßen. Die standesamtliche Trauung findet vor der Hochzeitsfeier statt. Erst danach kann die islamische Trauung stattfinden.
Auch die türkische Braut wird vom Bräutigam abgeholt. Zudem muss er eine Mitgift an die Familie der Braut mitnehmen. Die Hochzeitsfeier wird von den Bräutigameltern finanziert. Die türkische Hochzeitsfeier ist sehr groß mit sehr vielen Gästen. Die Geschenke werden nacheinander abgegeben und vom Sprecher verkündigt. Es wird viel zur orientalischen Musik getanzt.