Interview mit Hochzeitsfotograf Mario Hausmann


Wir freuen uns dass sich noch vor der neuen Hochzeitssaison die Gelegenheit ergeben hat, mit dem Hochzeitsfotograf Mario Hausmann zu sprechen, um einige interessante Fragen rund um das Thema Fotografieren auf Hochzeiten beantwortet zu bekommen.

Zunächst würde ich Sie bitten sich kurz vorzustellen und auch zu erwähnen, warum Sie den Beruf des Hochzeitsfotografen gewählt haben.

Ich bin ein Gefühlsmensch, der gern sagt, was er denkt, an Karma glaubt, Softeis liebt und sich Bildbände von hinten nach vorn ansieht. Ich liebe die Fotografie, weil sie es schafft den Moment einzufangen, Außergewöhnliches für immer festzuhalten und auch die kleinen Details in den Mittelpunkt zu stellen. Wenn ich mich für eine Sache interessiere, dann sind mir 100 Prozent niemals genug und ich arbeite Tag und Nacht, um mein Ziel zu erreichen. Bei meinem Job fällt mir das nicht schwer, denn ich kann gleichzeitig meine Kreativität ausleben und andere Menschen, nämlich Euch, glücklich machen. Neben der Fotografie ist das Reisen eine meiner größten Leidenschaften. Fremde Kulturen kennenzulernen und in diese einzutauchen, ist immer wieder eine unvergessliche Erfahrung, die mir den Atem verschlägt. Während einer zweijährigen Reise durch Australien und Asien entdeckte ich schließlich auch mein ernsthaftes Interesse an der Fotografie, die mich seitdem an jedem Tag meines Lebens begleitet. Und falls ich die Kamera doch einmal zur Seite lege, dann nehme ich gern ein spannendes Buch oder eine gute Tasse Kaffee in die Hand.

Warum Hochzeitsfotografie?

Wieso ich mich auf Hochzeiten spezialisiert habe? Als Hochzeitsfotograf kann ich nicht nur einmalige Momente einfangen, sondern auch authentische Emotionen und individuelle Geschichten auf meine Bilder bannen. Hochzeiten sind vielfältig, inspirierend und einzigartig – von der Dekoration über die Menschen bis hin zu den Orten, an denen sie stattfinden.

In welcher Region/welchen Regionen sind Sie tätig?

Ich liebe es auf Reisen zu gehen und bin weltweit buchbar. Mein Traum, eine Hochzeit am Strand unter Palmen zu fotografieren!

Welche Angebote können Sie Brautpaaren machen?

Ich stelle mich voll und ganz auf das Paar ein, das heißt wenn Sie mich den ganzen Tag brauchen, bin ich den ganzen Tag da. Wenn Sie nur ein kleineres Shooting haben möchten, bin ich dafür auch gerne unter der Woche zu haben. Am Wochenende biete ich Begleitungen ab 6 Stunden an, in diesen Paket sind die Dokumentation des Events, Porträts, Gruppenbilder, das Paarshooting und natürlich Aufnahmen von der Location und Dekoration mit dabei. Und je nach Budget des Paares gibt es auch individuell noch eine Slideshow, Holzschatulle, Holz USB-Stick und Abzüge dazu. Auf Wunsch kann auch ein Fotoalbum erstellt werden.
Abseits davon gehe ich auch gern mit auf Reisen und begleite Paare mehrere Tage, zum Beispiel wie letztes Jahr als ich 3 Tage mit einem Paar in Paris war.

Auf was sollten das Brautpaar und die Gäste denn achten, wenn sie fotografiert werden?

Das hängt stark davon ab was Sie für ein Endresultat haben möchten. Soll es natürlich oder gestellt sein, episch oder eher mit einem künstlerischen Touch? Ich persönlich spreche das im Vorgespräch mit meinen Brautpaaren ab und schaue was den beiden wichtig ist und erkläre Ihnen meine Arbeitsweise. Für natürliche Bilder müssen die Gäste bzw. das Brautpaar einfach nur Sie selbst sein und dann liegt es an dem Fotografen was er draus macht.

Machen Sie „nur“ gestellte Gruppenfotos von den Gästen oder auch zufällige Momentaufnahmen im Rahmen der Feierlichkeiten?

Hauptsächlich fotografiere ich Momentaufnahmen, aber die klassischen Gruppenbilder gibt es natürlich bei mir auch.

Wieviel Zeit sollte das Brautpaar für die reinen Pärchenfotos einplanen und wieviel Zeit für Gruppenbilder?

Das kommt ganz auf den Tagesplan und den eigenen Ansprüchen des Brautpaares an, aber in der Regel kann man sagen das 60 Minuten für das Paarshooting ausreichen und für die Gruppenbilder plane ich je nach Größe der Hochzeitsgesellschaft 20-30 Minuten nach der Gratulation ein.

Welche Orte sind für das Paarshooting am besten geeignet? Und gibt es jahreszeitliche bedingte Unterschiede?

Ja da gibt es große Unterschiede, im Winter bieten sich auf Grund der Kälte mehr Innenräume an. Wie Schlösser, Fabriken, Wohnungen oder Lofts. Wobei eine schneebedeckte Landschaft auch Ihren Reiz hat. An sonnigen Tagen bietet es sich auf jeden Fall an die Gunst der Stunde zu nutzen und raus zugehen. Da es dann meistens nicht so kalt ist und in meinen Paarshootings wird sich viel bewegt! Im Sommer ist es draußen natürlich am schönsten in der Abendsonne auf einem Feld, einer Lichtung, auf einer Bergspitze oder einem Bauernhof. Auch das richtet sich nach den individuellen Wünschen des Paares.

Warum ist es sinnvoller einen Fotografen zu engagieren als die Fotos von einem Verwandten oder Bekannten oder von den Gästen selbst, z.B. mit Einwegkameras machen zu lassen?

Ein professioneller Fotograf kennt sich mit den verschiedenen Lichtbedingungen und Situation am besten aus. Es reicht nicht nur eine gute Kamera zu besitzen, sondern auch den Ablauf zu kennen um zu wissen wann er wo zu sein hat um das beste Bild zu bekommen. Durch die Erfahrung weis man wie man aus einem einfachen Moment einen besonderen macht. Für den Kuss in der Kirche hat man nur eine Chance, die Gruppenbilder zu wiederholen kommt auch nicht gut an und dem Paar im Nachhinein zusagen, dass die meisten Bilder leider unscharf sie noch weniger. Ich betreue Paare weit mehr als 1 Jahr im Voraus und begleite sie meist in vielen Anliegen und organisatorischen Abläufen. Ein Vorgespräch gehört zu meinen Paketen immer mit dazu. Und natürlich die Besichtigung der Shooting Location! Nach der Hochzeit kommt die Bearbeitung und Bereitstellung der Bilder, das wird meist unterschätzt von Hobbyfotografen. Die Bilder sollten alle einen einheitlichen Look haben, was Kenntnisse in der Postproduktion voraussetzt. Auch was die Produktion von Druckprodukten angeht, ist ein gewisses „know how“ nötig. Alles in allem bin ich mit über 60 Stunden Betreuung des Paares beschäftigt. Das kann ein Hobbyfotograf meiner Meinung nicht so in diesem Umfang abbilden.

Was sind die Vorteile einer Hochzeitsreportage?

Eine Reportage soll im besten Fall den ganzen Tag wiederspiegeln, von Beginn an bis zum Ende. Das beste Beispiel dafür ist das „getting ready“ Hier sieht man den Paaren meisten die Emotionen und die Aufregung an, was einfach super ist für spannende Bilder. Zu dem sieht die Braut nicht wie der Bräutigam sich vorbereitet und andersherum. So haben sie später einfach noch mehr zu Endecken auf den Bildern. Auch über den Tag ist das Pärchen ja mit so viel Dingen beschäftigt, dass sie oft gar nicht soviel von den schön dekorierten Tischen und der Location mitbekommen, geschweige denn alle Momente zwischen den Gästen. Das alles können Sie später auf den Bilder noch einmal „ nachholen“.

Bieten Sie auch eine Bildbearbeitung an und macht diese überhaupt Sinn oder werden nur die ohnehin schönen Bilder verwendet?

Ja ich bearbeite grundsätzlich alle Bilder, je nach Paket variiert die Anzahl.

Welche Fotoprodukte können Sie im Anschluss außer Fotobüchern und Einzelbildern anbieten?

Ich biete ein handgefertigte Holzschatulle inklusive eines Holz USB-Sticks und Abzügen an. Einzelne Bilder können auch über mich bestellt werden, genauso wie Fotoalben.

Was sind für Sie die schönsten Momente bei Ihrer Arbeit auf Hochzeiten?

Für mich ist das „getting ready“ immer ein schöner Moment weil hier so viele emotionale Dinge passieren und das spricht Bände auf den Bildern. Das Paarshooting gefällt mir, da das meist der erste Augenblick ist wo das Brautpaar Zeit für sich hat am Tag und ich mich hier kreativ ausleben kann. Und natürlich auch weil es häufigsten am lustigsten ist. Die Feier am Abends ist meist sehr gelöst und alle Gäste haben sich an mich und meine Kamera gewöhnt und sind demnach nun total entspannt, was man dann den Bilder auch oft ansieht.

Vielen Dank an Mario Hausmann für das informative Interview!

 

Bildquelle: © Mario Hausmann